IoT Venture integriert das Bosch Live Data Interface
IoT Venture gehört zu den ersten Anbietern, die das Live Data Interface von Bosch eBike Systems für eine vernetzte Diebstahlschutz- und Servicelösung nutzen. Für Fahrradhersteller entfällt damit ein eigenes Integrationsprojekt. Sobald der GPS-Tracker verbaut ist, stehen die Fahrdaten aus dem smarten System im Service-Ökosystem von IoT Venture zur Verfügung. Endkundinnen und Endkunden sehen sie dort, wo sie ohnehin hinschauen, nämlich in der App ihrer Marke.
Bosch hat das Live Data Interface Ende April 2026 veröffentlicht und damit die Fahrdaten des smarten Systems über Bluetooth Low Energy für Geräte und Apps von Drittanbietern geöffnet. Zum Start hat Garmin die Schnittstelle in ausgewählte Edge Fahrradcomputer gebracht, um Fahrerinnen und Fahrern Leistungswerte auf dem gewohnten Display zu zeigen. IoT Venture nutzt dieselbe Schnittstelle für einen anderen Zweck. Die Daten fließen in das eigene Service-Ökosystem und werden dort mit Ortung, Diebstahlschutz und digitalen Servicefunktionen zusammengeführt.
Für Hersteller verschwindet damit der Aufwand, sich selbst mit dem Bosch-System integrieren zu müssen. Über die Bosch-Schnittstelle greift dieselbe Anbindung modellübergreifend bei jedem eBike mit dem smarten System, liefert über die gesamte Flotte hinweg dieselben Datenpunkte und lässt sich in der Modellpflege ohne zusätzliche Entscheidung mitziehen. Der Weg von der Produktidee zum ausgelieferten Service verkürzt sich entsprechend.
„Mit dem Live Data Interface bekommt jeder Hersteller denselben Zugang, ohne dafür ein Projekt aufzusetzen, und liefert den Kunden einen direkten Mehrwert. Genau das war unser Ziel, als wir die Schnittstelle früh in unsere Roadmap genommen haben“, sagt Mario Petters, COO der IoT Venture GmbH.
Auf der Endkundenseite entstehen daraus Funktionen, die im Alltag spürbar sind. Weil der Akkustand bekannt ist, erinnert die App vor der nächsten Tour an das Laden, statt dass es erst beim Losfahren auffällt. Aus dem Ladestand und den realen Fahrdaten des jeweiligen Rades berechnet IoT Venture zusätzlich eine eigene Reichweitenschätzung. Sie stammt nicht aus dem Antrieb, sondern aus dem gemessenen Verbrauch im Alltag. Bei sehr niedrigem Ladestand tritt an ihre Stelle ein klarer Ladehinweis, weil eine Kilometerzahl dort mehr verspricht, als sie halten kann. Der Tachostand liefert die Grundlage für Wartungs- und Servicehinweise, die zum tatsächlichen Nutzungsverhalten passen statt zum Kalender, und lässt sich im digitalen Checkheft dokumentieren. So integrieren sich die Antriebsdaten aus dem Bosch System ins bestehende Connected Bike Ökosystem von IoT Venture.
Auch der Status des Bosch eBike Lock kommt über die Schnittstelle. In der App der Marke steht die Wegfahrsperre des Antriebs damit direkt neben Ortung und Diebstahlschutz von IoT Venture. Aus zwei getrennten Schutzebenen wird eine Ansicht, in der Kundinnen und Kunden auf einen Blick sehen, wie ihr Rad gesichert ist.
Diese Funktionen stehen nicht für sich, sondern setzen auf dem auf, was IoT Venture für Hersteller ohnehin betreibt. Dazu gehören Echtzeit-Ortung, aktiver Diebstahlschutz und der Bike Hunter Recovery Service, der gestohlene Räder aufspürt und wiederbeschafft. Ausgeliefert wird es direkt über die Apps der jeweiligen Marke. Die Fahrdaten aus dem smarten System machen dieses Angebot dichter, weil zum Standort des Rades nun auch sein Zustand tritt.
Bildnachweis: IoT Venture GmbH

